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Skankrimi-Gästebuch Willkommen...
von Bruce aus Lüdenscheid am 13.12.2009 22:07
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Und der Rest:
...Geldtransporte der Post. Die Beute: 13 Mio. Euro. Als sie mit ihrem Fluchtauto und der Beute wegfuhren, wurden sie von zwei Polizeiautos eingeholt. Einer der Räuber sprang aus dem Wagen und schoss. Der Polizist Jesper Egtved Hansen starb. Die Ermittlungsarbeit Die Ermittlungen verliefen langsam und waren schwierig. Das Raubdezernat der Kopenhagner Kripo ermittelte, als seien es normale Kriminalfälle, obwohl der Ermittlungsleiter bald den Verdacht hatte, dass hier etwas anderes vor sich ging. Die Raubüberfälle waren alle gut durchdacht, man benützte Verkleidungen, gestohlene Autos, ausgeklügelte Pläne. Und das Geld tauchte hinterher nicht auf. Außerdem gab es keine Spuren oder Hinweise im normalen kriminellen Mileu. Parallel dazu ermittelte der dänische Nachrichtendienst PET und überwachte die Bandenmitglieder. Erst nach dem letzten Überfall, bei dem der Polizist starb, wurde das Puzzlespiel zusammen gesetzt. Heute weiß man, dass bei einer besseren Zusammenarbeit zwischen Kripo und PET die Bande wahrscheinlich wesentlich früher hätte gestoppt werden können. Drei Monate nach dem letzten Überfall konnten dann endlich die wichtigsten Mitglieder festgenommen werden. Nachdem dann auch noch die Wohnung der Bande dank des Autounfalls eines Mitgliedes gefunden worden war, konnten alle angeklagt werden. Der Prozess und die Urteile Da keiner der Angeklagten den Mord an dem Polizisten gestand, wurden alle acht des Mordes angeklagt. Allerdings gilt in Dänemark nicht das Rechtsprinzip "Mitgehangen, Mitgefangen". In Dänemark darf man nur dann für eine Tat verurteilt werden, wenn man sie auch nachweislich begangen hat. Das führte dazu, dass kein einziger der Bande am Ende für den Mord einsitzen musste. Auch das versuchte Kidnapping des Milliardärsohnes wurde nicht bestraft, da die Bandenmitglieder beteuerten, alles im letzten Moment bereut zu haben. Aber es gab auch noch andere Anklagepunkte wie Waffenschieberei, Autodiebstahl und vor allem Spionage. Bo Weimann hatte z.B. die PFLP mit Daten über dänische Israel-Freunde versorgt. Die Urteile fielen alles in allem aber dann recht mild aus: Jan Weimann (43), Kopf der Bande, bekam 10 Jahre. Seine kleiner Bruder Bo Weimann (34), bekam 7 Jahre Niels Jörgensen (37), der zum harten Kern gehörte, bekam ebenfalls 10 Jahre Thorkild Lauesen (38), Chefideologe der Bande, bekam 10 Jahre Carsten Nielsen (38), der den Autounfall baute und erst sehr spät Mitglied der Bande wurde, bekam acht Jahre Karsten Möller Hansen (37) war von Anfang an dabei. Er hatte die Überfälle geplant, ohne zu wissen, um was eigentlich genau ging. Er bekam 3 Jahre. Peter Døllner (43), einer der Bandenmitglieder der ersten Stunde mit Trainingsaufenthalt im Libanon, hatte die Bande verlassen, bevor es zu den großen Überfällen kam. Er bekam 1 Jahr. Dazu kam noch der Schweizer Marc Rudin. Er nannte sich "Jihad Mansour" und bekam 8 Jahre. Er wurde 1997 für immer in die Schweiz ausgewiesen. Das Nachspiel: Bis heute gibt es politischen Ärger über das Verhalten des PET (dänischer Nachrichtendienst) und des Justizministeriums während der Ermittungsarbeiten. Alle Bandenmitglieder sind inzwischen wieder auf freien Fuß. Niels Jörgensen starb allerdings 2008, viele glauben, dass er derenige war, der 1988 auf den Polizisten geschossen hat. Jan Weimann lebt in einem Haus und arbeitet als Volkshochschullehrer. Sein Bruder Bo Weimann (er schreibt sich heute "Weymann" hat im letzten Jahr mehrere Male öffentlich geredet und einiges klar gestellt. Bo Weimann war damals der EDV-Spezialist der Bande, heute arbeitet er wieder in seinem Fach in einer leitenden Stellung. Er hatte die Bande vor dem letzten Überfall, bei dem ein Polizist getötet wurde, verlassen. Und er war auch derjenige, der lange mit dem dänischen Autor Peter Knudsen sprach. Mit Bo Weimanns Hilfe konnte er seine zwei Bücher über die Bande schreiben. Bo hat seinem Bruder nie verziehen, dass er mit in dieses Milieu geschleppt wurde. Ob sie inzwischen wieder mit einander sprechen, weiß man nicht.Carsten Nielsen ist blind und lebt als Frührentner in einer kleinen Wohnung in Kopenhagen. Torkild Lauesen hat im Knast seine Magisterarbeit in Soziologie geschrieben und arbeitet inzwischen als Berater der Stadt Kopenhagen. Bo Weymann bei einer Pressekonferenz zum Film, in der er erklärt, wie wichtig es für ihn ist, dass man erkennt, dass aus einer politischen Gesinnung eine kriminelle Haltung entstehen kann. Zu sehen auf YouTube von Bruce aus Lüdenscheid am 13.12.2009 22:02
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Voila:
Die Schlüssel zur Wahrheit - Die Geschichte der Blekingegade-Bande ("Blekingegadebande" von Skandinavische Kriminalfälle von noreply@blogger.com (Ingrid) Vorab: Es erscheint mir fast unmöglich, die Geschichte der so genannten Blekingegade-Bande im Rahmen dieses Blogs zu schildern. Es gibt unzählige Artikel über die Bande, der dänische Autor Peter Øvig Knudsen hat zwei dicke Bücher über sie geschrieben. Es gibt einen Film und nun sogar eine sechsteilige TV-Serie in Dänemark. Ich werde in diesem Blog-Posting bestimmt nicht alle Aspekte und Einzelheiten schildern können. Allerdings hab ich ganz private kleine Berührungspunkte zum Tun und Lassen der Bande. 1988 war ich so gut wie täglich in der Kopenhagener Straße "Købmagergade". Dort lag das wichtigste Postamt der Stadt! Von dort aus konnte man Faxe versenden oder auch am Ticker arbeiten. Es war jene Ursteinzeit ohne PCs im Büro. Die Købmagergade liegt in der idyllischen Innenstadt, es gab ein paar nette Kneipen, gute Metzger und wichtige Buchläden. Inzwischen ist sie "edler" geworden, aber das Idyll ist immer noch da. Als am Morgen des 3. November 1988 der nur 22 Jahre alte Polizist Jesper Egtved Hansen vor dem Postamt erschossen wurde, war es fast so, als hätte es einen Mord im engsten Bekanntschaftskreis gegeben. Der Schlüsselmoment Im April 1989 hatte die Kopenhagener Polizei mehrere Leute festgenommen, die unter Verdacht standen, mit großangelegten Raubüberfällen Terrorgruppen im Nahen Osten unterstützt zu haben. Die Festgenommen waren Niels Jørgensen und seine Ex-Freundin Kirsten, der Laborant Torkil Lauesen, Jan Weimann und Peter Døllner. Alle hatten bis zu ihrer Festnahme - oberflächlich betrachtet - ganz normale Leben geführt. Jan Weimanns Frau ahnte bis zu seiner Verhaftung keine Sekunde, dass ihr Mann ein Doppelleben geführt hatte. Bei den Hausdurchsuchungen hatte die Polizei drei Schlüssel gefunden. Man vermutete, dass sie zu einer konspirativen Wohnung gehörten, konnte die Wohnung aber nicht finden. Der Staatsanwaltschaft lief die Zeit davon, man wusste, was die Gruppe gatan hatte, aber es fehlte an Beweisen. Bis zum 2. Mai. An dem Tag geschah ein merkwürdiger Autounfall in Hørsholm. Ein Mann war direkt gegen einen Brückenpfeiler gerast. Er überlebte schwer verletzt, verlor aber sein Augenlicht für immer. Der Mann war Carsten Nielsen, und in seinem Auto fand die Polizei Pässe mit den verschiedensten Namen, jede Menge Geld, eine Perücke, Schminke - und eine Rechnung, die an die Adresse "Blekingegade 2, 1. Stock rechts" geschickt worden war. Die Polizei legte 1 und 1 zusammen, fuhr zur Blekingegade, steckte die Schlüssel in die Schlösser an der Tür - und war in der Wohnung, die sie seit langem gesucht hatte! Man fand Funkausrüstungen, Waffen, Maschinenpistolen, Handgranaten, drei Kilo Plastiksprengstoff und sogar 28 Panzerschutzraketen. Außerdem gab es jede Menge Notizen zu Raubüberfällen der vergangenen Zeiten. Auch zum Raubüberfall in der Købmagergade, bei dem ein Polizist erschossen worden war. Was man nun aber auch gefunden hatte, war ein Name für die Bande, die zehn Jahre lang die Kopenhagener Polizei in Atem gehalten hatte: Von nun an hieß sie nur noch die "Blekingegade-Bande". Die Vorgeschichte: Der dänische Kommunist, Journalist und Autor gründete in den 60er Jahren die maoistische Partei KAK. Appel hatte in Dänemark zahlreiche intellektuelle Anhänger, aber er verwarf sich auch mit einigen, es gab ideologische Streiterein. 1969 kam KAK in Kontakt mit der PFLP, und im Laufe der Jahre besuchten mehrere Appel-Anhänger Trainingslager im Libanon. Einer von ihnen war Peter Døllner. Alle späteren Mitglieder der Blekingegade-Bande waren in irgendeiner Form mit dem KAK verknüpft oder dort sogar aktiv. Die Raubüberfälle und Straftaten der Bande: In den 70er Jahren kam es zu einigen spektakulären Raubüberfällen in Dänemark. Am 9. Dezember 1975 wurde ein Geldbote der Arbeitslosenkasse überfallen, nachdem er gerade 500.000 Kronen von der Bank geholt hatte, die am nächsten Tag als Arbeitslosengeld ausbezahlt werden sollten. Am 2. September 1976 wurden zwei Mitarbeiterinnen einer Kopenhagner Postfiliale überfallen, als sie gerade 550.000 Kronen in ein Schließfach legen wollten. Diese beiden Überfälle gelten bis heute als ungelöste Kriminalfälle, aber man kann vermuten, dass sie bereits auf das Konto der Blekingegadebande gehen. Später beim Prozess wurde gegen die Bande wegen folgenden Straftaten Anklage erhoben: 1985 wollte die Bande den schwedischen Milliardssohn Jörn Rausing kidnappen. Die Rausingfamilie ("Tetrapak" gehört zu den reichsten weltweit, und man wollte nicht weniger als 25 Mio. Dollar erpressen. Es kam sogar ein Spezialist aus dem Libanon - Marwan Al-Fahoum - der helfen sollte. Das Geld sollte direkt an die PFLP weitergeleitet werden. Die Kidnappingsaktion schlug fehl, warum weiß man nicht genau. Vor Gericht sagten sie später, sie hätten alles im letzten Augenblick bereut. Heute weiß man, dass die Bande scon vor der Tür stand, dann aber merkte, dass die Wohnungstür nicht nach innen, sondern nach außen aufgeht. Damit war ihr Kidnapping-Plan nicht durchführbar und sie fuhren wieder weg.Am 2. März 1983 wurde ein Geldtransporter in Lyngby bei Kopenhagen überfallen. Beute: 8.3 Mio. Kronen. Man sah eine Frau mit den Räubern wegfahren. Kurz darauf wurden am Pariser Flughafen zwei Palistänser verhaftet. Sie hatten den größten Teil der Beute bei sich. Die beiden Männer wurden nie nach Dänemark ausgeliefert, die Polizei konnte in Dänemark diese Spur also nicht weiter verfolgen. Am 3. Dezember 1985 überfielen zwei Männer, die im Rollstuhl und als Behindertenhelfer erschienen, einen Geldtransport der Privatbanken. Während der Geldbote mit dem Geld in die Eingangshalle ging, kamen der Rollstuhl und sein Helfer angerollt. Dann sprang der "Lahme" aus seinem Rollstuhl, der Bankmitarbeiter wurde mit einem Knüppel niedergeschlagen und mit einer Waffe bedroht. Die Beute: 1.5 Mio. Kronen bar und 68 Mio. Kronen in Schecks. Am 22. Dezember 1986 überfielen drei bewaffnete Männer das beliebte Kopenhagener Kaufhaus "Daells Varehus". Die Männer waren als Arbeiter verkleidet, nach dem Raub legten sie die Beute in einen Kinderwagen und verschwanden im Getümmel der Fußgängerzone. Die Beute betrug 7.2 Mio. Kronen. Am 3. November 1988 wurde am frühen Morgen ein Postauto vor dem Postamt in der Kopenhagner Købmagergade überfallen. Die Räuber waren als Polizisten verkleidet und sie redeten den Fahrern ein, in das Postamt rein zu müssen, weil dort eine Frau überfallen worden sei. Im Hof des Postamtes zogen sie dann ihre Waffen und leerten die Geldtransporte der P von Petra Weber aus Köln, am 28.09.2009 10:38
Homepage: http://www.krimikiosk.de
Ein sehr spannender Blog, den wir deshalb heute unseren Hörern im Blog zu unserem Krimi-Podcast "ans Herz gelegt" haben.
Weiterhin viel Erfolg!!! Liebe Grüße aus Köln Petra Weber von Dennis Schumann am 25.06.2009 21:32
Homepage: http://One-day-in.com
Hallo,
ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Artikel über Mordfälle auch auf unsere Seite plazieren. Sie können den Tatort via Google-Maps bestimmen. Des weiteren können Sie mit dem eingebauten Editor den Text bearbeiten, Bilder hinzufügen und auf Ihre Seite verweisen (etc.). Vielen Dank Mit freundlichen Grüssen Dennis Schumann one-day-in.com
von Bahar am 14.03.2009 18:48
ich finde diese seite sehr gut !! und vorallem diesen Themen "Ehrenmord" ich finde warum einige Eltern tun seine eigene Kinder soo???
ich fide einfach so was schrecklichhh man ich muss einfach weinen wenn ich sowas höre
von Svea am 19.02.2009 18:28
Hallo!
Ich finde diese Seite echt super interessant. Vor allen Dingen bin ich aber sehr erstaunt, dass es in Deutschland wirklich Korrespondenten und Journalisten gibt, die sich mit Skandinavien beschäftigen und darüber Berichte schreiben. Ich dachte immer, dass diesbezüglich in Deutschland keine Nachfrage besteht und wenn dann nur eine sehr geringe. Oder arbeitest du in Skandinavien, Ingrid? Genau das ist nämlich mein Traumberuf. Und wenn ich dann noch über kriminologische Themen schreiben dürfte...super ;-).
von Gisela Kachel aus Funäsdalen am 13.02.2009 20:15
..also ich habe noch keine Ahnung wie es hier funktioniert.
ich wohne seit fast zwei Jahren in Schweden und habe gestern Abend die Verfilmung des Mordes von Knutby gesehen und heute die Diskussion im schwedischen Fernsehen. Erstaunerlicherweise mit der,, Braut Jesu".Sie erscheint mir selber als sehr charakterfest. Jedoch hat sie sehr abwehrend auf eine Psychotherapeutin und Ärztin, die sich auch äuserte bei der Diskussion, reagiert.Es wird bestimmt sehr interessant werden wie sich die Sache entwickelt. Warum sollte es hier in Schweden oder im Norden aners sein als in Deutschland oder Amerika oder sonstwo auf der Welt. Ich finde eure Seite sehr interessant!!!!! Gisi
von Henny Hidden aus Berlin am 22.01.2009 15:45
Homepage: http://www.krimilady.de
Hallo Ingrid,
hast Du eine Meinung zu den Anschuldigungen, die gegen Liza Marklund erhoben werden und wie damit umgegangen wird? Ich habe einen Post dazu veröffentlicht auf www.frauenkrimis.net. Beste Grüße Henny Hidden
von Ingrid am 20.01.2009 10:14
Herzlich Willkommen!
Dies ist ein Test, mal schaun, wie es funktioniert
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